Google-Wave: die Zukunft der Online-Marketings?
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Die Kommunikation im neuen Web 2.0 ist manchmal sehr defragmentiert. Bei der Vielzahl der Nutzungsmöglichkeiten von Blogs, Twitter, RSS-Feeds, E-Mail und Chat geht die Übersicht der Zusammenhänge schnell verloren. Dem will der Suchmaschinen-Marktführer Google mit Google Wave Einhalt gebieten. All die unterschiedlichen Kommunikationsdienste sollten unter einheitlichen Waves (=Wellen) zusammenfassbar und gemeinsam bearbeitbar gemacht werden.
Hier wird das Wiki-Prinzip (gemeinsames, öffentliches Arbeiten an Inhalten), das schon bei Googles Offices Angebot möglich ist, auf die gesamte Webnutzung übertragen. Sollten diese Möglichkeiten, wie bei anderen Google-Diensten erfahrbar, ähnliche Resonanz erhalten, dann wird auch das Online-Marketing diesen Trend berücksichtigen müssen.
Google-Wave wird das Ergebnis eines mehrjährigen Forschungsprojekts von Google sein, dass dazu dient, eine Integration von Mailing, Instant Messaging, Foto-Sharing und weiterer soziale Vernetzung sicher zu stellen. Dienste wie Twitter und soziale Netzwerke wie XING sollen in Wave integriert werden. Benutzer werden motiviert, ihre Projekte als Waves online zu stellen und diese auch bearbeitbar anzubieten. Für Kommunikationspartner, die die Freiheit der Mitarbeit bekommen, bedeutet dies, dass sie die Waves ihrer Kommunikationspartner fürs eigene Marketing einsetzen können.
Allerdings wird diese Wiki-Funktionalität nicht für plumpe Marketing-Aktionen nutzbar sein. Wie schon die Erfahrung mit der Wikipedia gezeigt hat, ist es kontraproduktiv, mit direkten Links auf eigene Produkte aufmerksam zu machen. Denn solche Werbung wird schnell entfernt. Erfolgreich ist nur der Wikipedia-Nutzer, der den Lesern der Online-Enzyklopädie zusätzlichen Nutzwert bietet. Dieser Nutzwert muss im laufenden Text stehen. Eine Referenzquelle am Ende kann einen Link zu weitergehende Informationen (beispielsweise zu einen redaktionellen Blogbeitrag) liefern. An dieser Stelle kann dann auch Marketing einsetzen. Entsprechend wäre dann bei der Einflussnahme auf fremde Waves vorzugehen. Eigene Waves sollten hingegen für die eigenen Kunden und Ansprechpartner flexibel geöffnet werden.
Weitere Infos zu Google Wave (mit ausführlicher Diskussion) findet man bei Heise-Online: http://www.heise.de/newsticker/Google-Wave-Der-Echtzeit-Wiki-Kommunikator–/meldung/139558







